Wandern mit Hund

person Geschrieben von: JL list Im: Haustierdrogerie Blog Auf: comment Kommentar: 0 favorite Hit: 188

Herbstzeit ist Wanderzeit! In diesem Beitrag erfährst du, was du beim Wandern mit deinem Hund alles beachten solltest.

Beschaffenheit der Strecke

Nicht alle Wanderstrecken sind für Hunde geeignet. Es kann sein, dass Abschnitte zu schmal sind oder Klettersteige enthalten. Häufig gibt es auch Brücken mit Gitterrosten, die zu überqueren sind.

Bevor du also mit deinem Hund wandern gehst, solltest du dich genau über die Beschaffenheit der Strecke informieren.

  

Dauer der Wanderung

Wie lange du mit deinem Hund wandern kannst, hängt einerseits von der Kondition und Fitness deines Hundes ab und andererseits vom Alter und der Rasse. 

Junge Hunde sollten den Gelenken und Knochen zu liebe nicht all zu sehr belastet werden. Bei betagten Hunden empfiehlt es sich, vor einer grösseren Wanderung beim Tierarzt abzuklären, ob dein Hund resp. sein Körper der geplanten Herausforderung gewachsen ist.

Weiter solltest du auch das Wetter berücksichtigen. An sehr heissen Tagen solltest du keine Anspruchsvolle, extrem lange Tour planen, schon gar nicht, wenn die Strecke vorwiegend an der Sonne verläuft.

Wenn dein Hund Zeichen von Erschöpfung zeigt, machst du am besten eine längere Pause oder trägst ihn einen Teil der Strecke (sofern du einen kleinen Hund hast). Wenn du mehrere Tage mit deinem Hund auf Wanderschaft gehst, solltest du darauf achten, dass du ihm genügend Erholungsphasen bietest. 

   

Ausrüstung für deinen Hund

Halsband oder Geschirr

Wir empfehlen dir, deinem Hund auf Wanderungen ein Geschirr anzulegen. Das Geschirr kann ihn bei schwierigen Passagen etwas stützen. Zudem verhinderst du, dass du deinem Hund einen Ruck in den Hals verpasst, wenn du z.B. aus dem Gleichgewicht gerätst oder stolperst. 

   

Leine

Auch wenn dir dein Hund aufs Wort gehorcht, besteht in gewissen Gebieten und zu gewissen Zeiten (z.B. Setzzeit der Rehe) Leinenzwang. Aus diesem Grund solltest du in jedem Fall immer eine Leine dabeihaben.

   

Kot-Tüten

Auch in der freien Natur muss Hundekot aufgenommen werden.

   

Verpflegung / Napf

Dass du stets genug Wasser für deinen Hund dabeihaben solltest, versteht sich hoffentlich von selbst. Doch auch eine Zwischenverpflegung in Form von Futter/Snacks sollte während längerer Touren eingepackt werden. Denn: Dein Hund freut sich unterwegs genauso über eine Zwischenverpflegung wie du ;-)

Der Fachhandel bietet hierzu eine grosse Auswahl an faltbaren Näpfen oder speziellen Hundetrinkflaschen.

Hundedecke / Tuch

Vielen Hunden hilft es, sich zu entspannen, wenn sie auf einem ihnen bekannten Liegeplatz rasten können. So kannst du deinem Hund z.B. bei einem Restaurant-Besuch seine Decke / sein Tuch von zu Hause hinlegen, um ihm zu vermitteln, dass jetzt eine Ruhephase folgt.

   

Handtuch

Vor allem bei schlechtem Wetter ist es nützlich, wenn du ein Handtuch mit dabeihast, um deinen Hund z.B. vor der Rückfahrt nach Hause oder vor einem Restaurant-Besuch sauber und trocken zu wischen. 

   

Regenschutz / warme Kleidung 

Um zu vermeiden, dass dein Hund – vor allem auf besonders langen Wandertouren – komplett und über mehrere Stunden durchgenässt wird, kannst du für ihn einen Regenschutz mitnehmen. Wie empfindlich dein Hund in Bezug auf Regen ist, hängt von Rasse und Alter ab, jedoch können sich auch junge Hunde bei einer länger andauernden Durchnässung z.B. eine Blasenentzündung einfangen. 

Ähnlich verhält es sich mit warmer Kleidung für deinen Hund. Je nach Rasse und Alter friert dein Hund schneller. Du kennst deinen Hund am besten und kannst entscheiden, wann er z.B. einen Wintermantel benötigt.

   

Hundeschuhe

Eine Verletzung an der Pfote muss nicht das Ende der Wanderung bedeuten. Nebst einer Erstversorgung aus der Wander-Apotheke kann der Hundeschuh helfen, die Wanderung doch noch bis zum Ende durchführen zu können.

Hinweis: Wir empfehlen dir, das Tragen eines Hundeschuhs im Vorfeld mit deinem Hund zu üben.

  

Wander-Apotheke

Was in deiner Wander-Apotheke nicht fehlen sollte:

  • Wundsalbe oder -spray
  • Desinfektionsmittel
  • Verbandsmaterial
  • Pinzette zum Entfernen von Dornen oder kleinen Steinchen
  • Zeckenzange
  • Vaseline zur Vorbeugung und Behandlung rissiger Pfoten

   

Was für Gefahren lauern beim Wandern für deinen Hund?

Kühe

Vor allem für Hunde besteht bei Begegnungen mit Kühen ein erhöhtes Risiko! Kühe habe gegen alles wolfsähnliche einen stärkeren Verteidigungsinstinkt, da in der freien Natur regelmässig Kälber von Wölfen angegriffen werden.

Wenn du einer Kuhherde begegnest, solltest du deinen Hund an die Leine nehmen und ihn unter Kontrolle halten. Gehe langsam und ruhig einen Umweg um die Herde. Wenn die Kühe auf dem Wanderweg stehen, solltest du genügend Abstand zu den Tieren halten und versuchen, um die Herde herum zu gehen und nicht mittendurch.

Sollte dein angeleinter Hund von den Kühen angegriffen werden, lasse ihn auf jeden Fall los! In der Regel ist ein Hund schnell genug, einem Kuhangriff auszuweichen.

   

Herdenschutzhunde

Andere Hunde (Begleithunde) werden als nahe verwandte des Wolfes von Herdenschutzhunden als grössere Gefahr für die Nutztiere eingeschätzt, weshalb für deinen Hund bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden ein erhöhtes Risiko besteht. Bei Wanderungen in Gebieten mit Herdenschutzhunden wird in der Regel von der Mitnahme von Begleithunden abgeraten. Wenn du in solchen Gebieten trotzdem mit deinem Hund unterwegs bist, solltest du ihn auf jeden Fall anleinen, wenn du einem Herdenschutzhund begegnest.  

    

Absturzgefahr

Genau so wie für dich besteht auch für deinen Hund an schwierigen Stellen Absturzgefahr. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dich vorgängig über die Beschaffenheit des Weges informierst und deinen Hund bei schwierigen Passagen entsprechend sicherst. 

    

Überhitzung

Vor allem im Sommer kann es zu einer Überhitzung deines Hundes kommen. Um dies zu vermeiden, verschiebst du lange Wandertouren am besten auf kühlere Tage.

   

Sonnenbrand

Auch Hunde können Sonnenbrand bekommen. Vor allem Hunde mit rosa Nasen und Ohren oder kurzhaarige resp. nackte Hunde. Wenn du einen solchen Hund hast, creme ihn bitte unbedingt an den Stellen mit wenig oder gar keinem Fell mit Sonnencreme ein. Am besten erkundigst du dich bei deinem Tierarzt oder im Hundefachgeschäft über einen geeigneten Sonnenschutz für deinen Hund.

   

Kann ein Hund Muskelkater bekommen?

Ja, auch Hunde können Muskelkater bekommen! Genau wie beim Menschen, kommt es bei Hunden bei übermässiger Belastung dazu, dass sich Milchsäure in den Muskelzellen ablagert und so Schmerzen verursacht, sogenannten Muskelkater.

Dass dein Hund Muskelkater hat, erkennst du daran, dass sein Gang steifer ist oder er lahmt. 

Um Muskelkater vorzubeugen, ist ein angepasstes Training resp. eine langsame Steigerung der Beanspruchung zu empfehlen. So wird ein Hund, der täglich nur eine halbe Stunde um den Block gassi geht, sehr wahrscheinlich nach einer Tagestour in den Bergen unter Muskelkater leiden…

   

So, nun hoffen wir, dass deiner nächsten Wander-Tour mit deinem Vierbeiner nichts mehr im Wege steht und du mit unseren Tipps optimal vorbereitet bist. 

Hast du noch Fragen/Ergänzungen? Wo gehst du am liebsten mit deinem Hund wandern? Schreib uns einen Kommentar!

Dein Haustierdrogerie-Team

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