Entwurmung beim Hund

person Geschrieben von: JL list Im: Schutz vor Parasiten bei Hunden und Katzen Auf: comment Kommentar: 0 favorite Hit: 100

Wie entwurme ich meinen Hund richtig?

Würmer sind eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheit eines Hundes. Mit den gefährlichen Parasiten kann er sich schon vor seiner Geburt infizieren. Deshalb braucht er unbedingt Hilfe. Von klein auf, ein ganzes Leben lang.

Mit frühzeitigen und regelmäßigen Wurmkuren für Welpen und Hunde ist das heute kein Problem. Wir zeigen auf, wie du es richtig machst - Vom sinnvollen Medikamenteneinsatz bei der Entwurmung über die spezielle Behandlung von Welpen und trächtigen Hündinnen bis zur gezielten Entwurmung individueller Risikogruppen.

  

Auf die richtige Entwurmung bei Hunden und Welpen kommt es an:

Noch immer sind sich viele Hundebesitzer nicht sicher, wie sie ihren Hund oder ihre Welpen verantwortungsbewusst und vernünftig entwurmen können. 

Eine Wurmkur wirkt i.d.R. 24 Stunden.

In dieser Zeit werden Würmer und deren Entwicklungsstadien im Darm des Tieres abgetötet. Der Hund hat danach keine Würmer mehr und scheidet auch keine ansteckenden Wurmeier mehr aus. Er ist also wurmfrei – kann sich aber jederzeit wieder anstecken, indem er neue Wurmeier aufnimmt. In diesem Fall dauert es ebenfalls wieder einige Wochen, bis sich im Darm des Tieres neue Würmer entwickeln und ansteckende Eier ausgeschieden werden. Bei Spulwürmern rund 4 Wochen, bei Bandwürmern meist länger und bei den seltener vorkommenden Hakenwürmern auch weniger als 4 Wochen. 

  

Möchte man ein Tier garantiert wurmfrei haben und ausschließen, dass es ansteckende Eier ausscheidet, muss man alle 4 Wochen entwurmen. Dies ist aber nur in besonderen Fällen, z. B. bei sehr hohem Ansteckungsrisiko und engem Kontakt mit kleinen Kindern oder kranken Personen empfohlen. Bei normalem Infektionsrisiko reichen im Schnitt vierteljährliche Entwurmungen bzw. Kotuntersuchungen. Die Ausscheidung ansteckender Eier wird damit gering gehalten und ein Wurmbefall gestoppt, bevor er dem Tier schadet. 

  

Welpen und Hündinnen richtig entwurmen: 

Welpen zu entwurmen ist das A und O, denn die Probleme beginnen früh!

Die meisten Hunde sind von Geburt an mit Würmern infiziert. Denn einige Rundwürmer werden bereits im Mutterleib auf die Hundewelpen übertragen. Ihre Larven verkapseln sich in der Muskulatur des erwachsenen Muttertieres und wandern unter hormonellem Einfluss in die Gebärmutter, wo sie die ungeborenen Hundewelpen befallen. Aber auch nach der Geburt können Rundwürmer über die Muttermilch auf die Welpen übertragen werden. Mit zum Teil tödlichen Folgen

  

Wann entwurme ich Welpen zum ersten Mal?

Nach Empfehlung der ESCCAP(https://www.esccap.ch/) sollten Hundewelpen im Alter von zwei Wochen das erste Mal entwurmt werden. Die Behandlung muss danach alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt werden.

  

Wurmkur – Nebenwirkungen?

Die Wurmkuren werden oft als „böse Chemie“ verteufelt, haben jedoch einen für die Gesundheit der Tiere unschätzbaren Vorteil. Ihre Wirkstoffe greifen vornehmlich Strukturen an, die ausschließlich bei Würmern und nicht in den Organismen von anderen Tieren oder Menschen vorkommen. Bevor die Zulassung für den Markt geschieht, wird jede Wurmkur über Jahre hinweg durch verschiedene Behörden auf Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Sicherheit und Verträglichkeit geprüft. Für die Anwendung bei trächtigen Hündinnen und Welpen, müssen darüber hinaus umfangreiche wissenschaftliche Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen

 

Vereinzelte Reaktionen auf eine Wurmkur sind möglich:

Meist handelt es sich jedoch dabei nur um vorübergehende Magen-Darm-Verstimmungen. Ein Verzicht auf die Wurmkur könnte dagegen die Gesundheit der Hündin und ihrer Welpen erheblich gefährden. Vom Einsatz so genannter „Naturheilmittel“ zum Schutz vor Wurmbefall wird eher abgeraten. Im Gegensatz zu behördlich zugelassenen Tierarzneimitteln sind hier weder die Wirkung noch die Sicherheit oder die Verträglichkeit seriös belegt.

   

Kotuntersuchung vor der Entwurmung als Alternative:

Eine Entwurmung der Welpen muss auf jeden Fall erfolgen. Denn für den Schutz von Hundewelpen vor einer Ansteckung mit Spulwürmern ist die Kotuntersuchung nicht geeignet. Bei erwachsenen Hunden dagegen können anstelle einer Entwurmung auch Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Nur wenn sich dabei Hinweise auf einen Wurmbefall finden, wird das Tier mit einer Wurmkur behandelt. Sachgerecht ist diese Methode allerdings nur, wenn für die Kotuntersuchung über drei aufeinander folgende Tage mindestens jeweils 4 Gramm Kot gesammelt und in der Tierarztpraxis untersucht werden. Wichtig ist außerdem, dass die Kotuntersuchungen regelmäßig, d.h. genau so oft wie die empfohlenen Entwurmungen, durchgeführt werden.

  

Ein Restrisiko bei der Entwurmung bleibt:

Zwischen der Ansteckung und dem Ausscheiden von Wurmeiern liegt ein mehr oder weniger langer Zeitraum. Denn während der Entwicklung der Würmer sind noch keine Eier im Kot zu finden, obwohl das Tier bereits infiziert ist. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz einer unauffälligen Kotuntersuchung schon am nächsten Tag Wurmeier ausgeschieden werden. Weitere Informationen und praktische Tipps zum sachgerechten Parasitenschutz bei Hunden finden Sie im 

 

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